About SUP

Seit einigen Jahren wütet in Europa das "SUP Virus". Herübergeschwappt aus den USA paddeln hierzulande tausende auf Seen, Flüssen und dem Meer. Stehend auf einem Surfbrett paddeln ist perfekte Entspannung, Spaß und Fitness.

Allerdings sorgt die Vielfalt an unterschiedlichen SUP Boardtypen und -größen zumindest bei denjenigen, die sich zum ersten Mal mit dem Thema SUP auseinander setzen, gelegentlich für Verwirrung. Daher haben wir eine Übersicht der verschiedenen SUP Boards und SUP Paddel zusammen gestellt, in der Hoffnung, das sie dem ein oder anderen bei der Auswahl seiner Ausrüstung behilflich ist. Diese Übersicht stellt jedoch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Alles hier geschriebene ist lediglich eine Orientierungshilfe. Letztlich spielt der persönliche Geschmack, das Können oder Talent und der Einsatzbereich eine entscheidene Rolle bei der Wahl der Ausrüstung. Bei Fragen, Kritik oder Anregungen könnt ihr uns gerne unter 0173-8348058 anrufen oder eine Email an info@point-1.de schreiben.

Stand up Boards - Maße und Typen

Stand up Paddle Boards werden wie Wellenreitboards in Feet (1 Feet=30,48 cm) und Inch (1 Inch=2,54 cm) gemessen. Ein 11.6er SUP Board ist also 11 feet (ca.335 cm) + 6 inch (ca.15 cm) = etwa 350 cm lang. Ein 10.6er ist demnach etwa 320 cm lang. Je länger ein SUP Board ist, umso besser läuft es geradeaus (Länge läuft) und man muss nicht so oft die Paddelseite wechseln. Je breiter ein Board ist, desto größer ist im Regelfall die Kippstabilität.

Die gängigsten Board-Größen sind:

  •   9´6´´= ca. 292 cm (Wave)
  • 10´0´´= ca. 304 cm (Allround)
  • 10´6´´= ca. 320 cm (Allround)
  • 11´0´´= ca. 335 cm (Allround- und Tour)
  • 11´6´´= ca. 350 cm (Allround- und Tour)
  • 12´6´´= ca. 384 cm (Tour- und Race)
  • 14´0´´= ca. 427 cm (Race)

Für den Beginner am interessantesten sind die SUP Allroundboard Größen zwischen 10.5 und 12.6, da sie am kippstabilsten sind (Boardbreiten zwischen 78 und 86 cm sind hier die Regel) und ausreichend Volumen (ca. 200 bis 350 Liter) besitzen.

SUP Raceboards sind schmaler (kippeliger) und länger mit viel Volumen, daher schon recht speziell und nichts für Anfänger. Sie lassen sich nur schwer oder mit spezieller Technik in eine andere Richtung lenken, werden dafür mit geübter Hand sehr schnell.

SUP Waveboards sind zwar ähnlich breit wie Alloundboards, jedoch kürzer mit weniger Volumen und deshalb ebenfalls nicht für Binnensee-Anfänger zu empfehlen, zumal der Geradeauslauf zu wünschen übrig lässt. Waveboards spielen ihre Stärken erst in Wellen aus, wo relative Kippstabilität und sehr gute Wendigkeit gefragt ist.
Gab es in den ersten Jahren noch hauptsächlich Hartboards, also Boards, die ähnlich wie ein Surfboard mit Styroporkern, Glasmatten und Harz aufgebaut sind, haben sich in letzten Jahren die Inflatable (aufblasbare) Boards durchgesetzt, auch iSUP genannt. Die Vorteile dieser Inflatable SUP Boards liegen auf der Hand: während du ein SUP Hartboard aufgrund der Größe auf dem Dach(träger) transportieren muss, hat ein iSUP einen nur geringen Platzbedarf (die komplette Ausrüstung inkl. Board, Pumpe und 3-teiligem Paddel passt in einen mitgelieferten Rucksack) und es ist zudem äußerst robust. Bei einem Hartboard solltest du den Kontakt mit dem harten Boden und Steinen möglichst vermeiden, iSUPs stecken indess fast alles weg. Es existieren inzwischen diverse Videos im Netz, in denen die Stabilität der Inflatables getestet und unter Beweis gestellt wird.
 
Ein SUP Hartboard hat den Vorteil, das du es nicht aufpumpen musst, es nicht so windempfindlich und das Fahrverhalten etwas stabiler ist, als die eines Inflatables. Das Board runter vom Dach, Finne rein und lospaddeln.
Ein Inflatable SUP will erstmal aufgepumpt werden, was allerdings mit den neuen Schmalzylinder Pumpen in 10 Minuten erledigt ist. Der Vorteil: Du hast dich schonmal warm gearbeitet und kannst gut aufgewärmt lospaddeln. Nach dem Training einfach das Ventil aufmachen und in 5 Minuten ist die Luft komplett raus und das Board kann aufgerollt und verstaut werden.
 
Das Fahrverhalten und die Stabilität der iSUPs hat sich in den letzten 3 Jahren stark verbessert, so das der Unterschied zu einem Hartboard bezüglich des "Durchbiegens" beim darauf stehen zumindest bei dem Freizeit-Paddler zu vernachlässigen ist. Ausserdem sind sie auch mit Gepäck hoch belastbar, je nach Boardgröße und Körpergewicht.

Stand up Paddel - die richtige Länge

Für die richtige Paddellänge gilt folgende einfache Grundformel: ca. 15 – 30 cm über der eigenen Körpergröße. Hier ist es wie bei den SUP Boards, kürzer für die Welle, länger für den Raceeinsatz. Einfacher Test im Shop: Das SUP Paddel vor sich auf den Boden stellen und mit der Hand den Knauf umfassen. Bei leicht gebeugtem Arm sollte man den Griff nun mühelos umschließen können (gilt für Allroundpaddler). Zur groben Orientierung:
  • SUP Wave Paddel: Länge etwa 15 – 20 cm über der Körpergröße
  • SUP Flachwasser Paddel: Länge etwa 20 – 30 cm über der Körpergröße
  • SUP Race Paddel: Länge etwa 20 – 30 cm über der Körpergröße
Um die zu dem eigenen Fahrstil passende Paddellänge herauszufinden, bieten sich verstellbare Paddel an. Die sind jederzeit in der Länge verstellbar und auch optimal z.B. für Familien, die sich nur ein Paddel für mehrere unterschiedlich große Personen leisten wollen. Wer später auf ein starres nicht verstellbares SUP Paddel zurück greifen will, weiß so genau, welche Länge er benötigt. Denn sägst du ein Paddel erstmal auf Länge, dann sollte es auch passen. Anflicken geht nicht mehr.
Viele SUP Paddel werden mit einem Paddelblatt in nur einer Größe (uni) angeboten. Bei Paddeln, die du mit unterschiedlichen Blattgrößen kaufen kannst (meistens 2 Größen), wird die Blattgröße in cm und seit einiger Zeit auch in "square inch" angegeben. Ein square inch (Quadratzoll) hat eine Fläche von exakt 6,4516 cm². So hat zum Beispiel das Mistral SUP Paddel Goldedition mit dem kleinen Blade eine Fläche von 550 cm² (85,25 in²) und ist 20 x 41 cm groß.
Als Material für SUP Paddel hat sich Aluminium, Fiberglas und Carbon bewährt. Alu-Paddel sind recht schwer und nur was für die ersten Versuche oder Gelegenheitspaddler. Hier ist der Schaft aus Alu und das Blade aus Kunststoff. Die meist verkauften Paddel sind aus Fiberglas (Schaft) und das Blatt aus Kunststoff. Diese Paddel haben ein sehr gutes Preis- Leistungsverhältnis, sind stabil und recht steif und das Kunststoffblatt ist kaum zu zerstören. Die Oberklasse der SUP Paddel besteht aus Carbon (Schaft und Blade). Sie sind sehr steif im Schaft (kein Flex) und sehr leicht. Die Preise für gute Carbonpaddel liegen jenseits der 250 Euro.

SUP Geschichte

Ursprünglich geht Stand up Paddling (kurz SUP) auf polynesische Fischer zurück, die sich vor Tahiti in ihren Kanus stehend auf dem Meer fortbewegten. Ein-Mann-Bambusflöße gibt es noch heute in Asien, bei denen im Stehen neben Stangen auch Paddel benutzt werden. 
Auf Hawaii nutzten dann später Surf Lehrer das Stehpaddeln, um schneller zu den wellenbrechenden Riffen und zurück zu gelangen. Ausserdem hatten sie durch die erhöhte Stellung auf dem Board einen besseren Überblick über ihre Surfschüler.
Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde Stand up Paddling schließlich zu einer eigenständigen Sportart, da man es ohne Wind oder Wellen betreiben kann. Auch in Europa findet SUP in den letzten Jahren immer mehr Verbreitung als Freizeitsport an Küsten und auf Binnengewässern.
Da ein Inflatable SUP auch gut gepflegt sein will und Bilder bekanntlich mehr aussagen als tausend Worte, hier noch ein kurzes Video von den Machern von NRS (USA) über die Pflege eines Inflatable.